shareconomy

Ist Teilen das neue Haben?

Shareconomy

Spätestens seit der Cebit 2013 taucht der Begriff "Shareconomy" überall auf. Laut Wikipedia wurde der Begriff vom Harvard-Ökonom Martin Weitzmann geprägt und besagt im Kern, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird. Was ist dran? Ist das alles neu?

Teilen und Tauschen gab es schon immer

Der Wunsch Dinge – oder auch Wohnungen – nutzen zu können, ohne dafür allzu tief in die Tasche greifen zu müssen (oder können) ist keinesfalls neu. Es gab schon immer Genossenschaften, Fahrgemeinschaften, Tauschbörsen, Mitwohnzentralen etc. Es ist nicht die Idee, die neu ist. Es ist vor allem der schnelle und internationale Zugang, der sich durch das Internet geändert hat.

Status und Lifestyle definieren sich neu

Der Trend – und das vor allem in den größeren Städten – geht zurzeit dahin, dass Menschen nicht mehr alles besitzen müssen, sondern sich Dinge "ausleihen". Laut Trendforscher Peter Wippermann definiert sich Status immer weniger über Besitz, sondern darüber, welchen Zugang man zu "Dingen" hat, die man sich leisten kann.

Ressourcen schonen

Neu ist bei vielen Menschen ebenfalls das Bewusstsein, dass man durch das Teilen Ressourcen und Umwelt schonen kann. Ein gutes Beispiel ist das Carsharing: schont die Umwelt und macht Innenstädte lebens- und liebenswerter.

Sharing von wohnungen – alte Idee im neuen Gewand

Auch beim „Wohnen auf Zeit“ taucht nun der Begriff Shareconomy auf. Eine alte Idee im neuen Internet-Gewand. Der Bedarf an Wohnraum auf Zeit ist durch die Globalisierung gewachsen. Viele Menschen besitzen keine eigene Wohnung mehr, sondern mieten Wohnungen auf Zeit samt Möbeln. Wer verreisen muss, vermietet seine Wohnung auf Zeit. So wird Wohnraum intensiv genutzt, so wird Leerstand vermieden. Gleichzeitig entdecken auch viele gewerbliche Vermieter diesen Markt für sich.

Spannungsfeld Wohnraum

„Wohnen“ ist ein wichtiges und auch politisch relevantes „Gut“ und sollte sorgfältig gehandelt werden. Mit Wohnraum sind viele Gesetze und Verordnungen verbunden. Vermieter und Mieter haben Rechte und Verpflichtungen, die gesichert sein wollen. Wo liegen die Grenzen, welche Auflagen sind für wen verbindlich? Macht das Internet Menschen arbeitslos, so wie es den Taxi-Portalen vorgeworfen wird? Oder sind Ferienwohnungen eine Bedrohung für den Wohnungsmarkt? Werden Gesetze nicht eingehalten? In vielen Städten hat die Politik alte Gesetze zum Leben erweckt, um die Wohnraumzweckentfremdung zu unterbinden.

Veranstaltung: Perspektiven der Sharing Economy - Ist Teilen das neue Haben?
Der 2. Teil der Veranstaltungsreihe "Wie wollen wir wirtschaften?", organisiert von der Klimaschutzstiftung Hamburg in Kooperation mit dem Zukunftsrat Hamburg, hat am  31. Oktober 2013 stattgefunden. City-Wohnen Hamburg hat als Vertreter der Sharing Economy aus der Praxis an der Podiumsdiskussion teilgenommen. Ebenfalls mit einem Beitrag vertreten war u.a. der Trendforscher Prof. Peter Wippermann.

 
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